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Ernst Freiherr von Lüttwitz-Gleiter

 
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ThomasF
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Âge: 61 Taureau

MessagePosté le: 09/08/2020 13:35    Sujet du message: Ernst Freiherr von Lüttwitz-Gleiter Répondre en citant

Bei der Recherche nach dem Pelzner-Gleiter bin im Peter Riedel Buch „Start in den Wind“ über den Ernst Freiherr von Lüttwitz-Gleiter gestolpert.

Hier zur Eistimmung:

Peter Riedel

Start in den Wind – erlebte Rhöngeschichte 1911-1926
Seite 80 bis 83

„In diesem komischen Fliegerlager wird ja nicht geflogen“, sprach Ernst Freiherr von Lüttwitz, der als stellvertretender Lagerchef zusammen mit dem Lagerleiter Hugo Kromer vom Technikum Frankenhausen (Kyffhäuser) von Anfang an auf der Kuppe geweilt hatte. Nach der letzten Mode gekleidet, mit einem Monokel im Auge, eine Zigarette lässig im Mundwinkel, griff der junge Baron in seine Hosentasche, holte ein Taschenmesser heraus und begann an einer ungehobelten Dachlatte zu schnitzen.
„Mensch, Lüttwitz, was haben Sie denn mit den Latten vor?“ Zum Staunen aller hatte Lüttwitz ein ganzes Bündel Dachlatten zu Fuß von Gersfeld heraufgeschleppt. Und eine Rolle Zaundraht dazu.
„Ich werde ein Flugzeug bauen und damit fliegen“, war die kurze Antwort, und damit ging er ins dritte Zelt und bat Eugen von Loessl um eine Säge, eine Zange und einen Hammer. Dann setzte er schweigend seine Arbeit fort. Es dauerte nicht lange, und der freiwillige Lagerhelfer Vogel, Gärtner von Beruf, half dem jungen Baron beim Sägen und Nageln. Seltsame Gebilde nahmen Form an. Am nächsten Tag konnte man die Gerippe als dachförmige Tragflächen erkennen, denen nur noch die Bespannung fehlte. „Lüttwitz, ich glaube, Sie haben zwei rechte Tragflächen gebaut“, Gustav Lachmann sprach's mit leiser Stimme, wie es seine Art war, aber das ganze Lager hörte es trotzdem. „Donnerwetter… stimmt! Vogel, machen Sie die Drähte los… dort… und jetzt ziehen wir den ganzen Rahmen in die richtige Form…“ die Nägel quietschten, aber sie hielten den Rahmen dennoch zusammen. In wenigen Minuten war ein gepfeiltes linkes Tragdeck entstanden.
Am übernächsten Tage bekam man kein Packpapier im Gersfelder Kramladen. Lüttwitz brachte die ganze Rolle ins Lager und bespannte damit seine Tragflächen.
„Herr Ursinus, bitte weisen Sie mir ein Zelt für die Montage meines Flugzeugs zu.“ Der Rhönvater konnte ein Lächeln nicht unterdrücken, aber Lüttwitz erhielt seinen Platz im zweiten Zelt. Dort hörte man ihn und Vogel einander Anweisungen zurufen und Nägel, lange Nägel, in den seine endgültige Form annehmenden Hängegleiter schlagen.
Am vierten Tage ging der Ruf durchs Lager: Lüttwitz will raus! Alle kamen, um zu helfen. Der Vorhang des Zelttores ging in die Höhe, Tageslicht fiel auf den violett-grauen Vogel, den viele Hände ergriffen und auf Lüttwitz' Kommando anhoben. jetzt langsam hinaus.
Was war das? Der Vogel wollte nicht von der Stelle. Man sah genauer hin und griente. Lüttwitz hatte den Vogel um die Zeltmasten herum gebaut. Dort, wo es noch wackelte, hatte Lüttwitz eben noch einen Draht hingezogen, zwischen Flächen, Schwanz und Spannturm. Dabei war´s passiert. Deshalb verlor dieserm originelle Konstrukteur aber seine Fassung nicht. „Vogel, dort und dort die Drähte losmachen!“ und bald stand der graue Segler vor dem Zelt, wo Eugen von Loessl und Gustav Lachmann Beistand leisteten, während Lüttwitz ins Gestänge seines Hängegleiters kletterte, das Monokel fest im rechten Auge. So zogen wir ab in Richtung Westen, gegen den frischen Wind, der graue Wolken dicht über den Gipfel der Wasserkuppe blies.
„Ich fühle den Auftrieb. Bitte halten Sie festl“ Lüttwitz rief es, während er und seine beiden Helfer in Laufschritt übergingen. Vor uns ging es bergab. Links in der Ferne ragte der Pferdskopf auf. Dort war der steile Westhang.
Und plötzlich hob Lüttwitz ab. Loessl und Lachmann hatten eben losgelassen, und schon glitt er davon, ob er wollte oder nicht. Mit rauschender Fahrt flog der Gleiter in den frischen Wind hinaus, Lüttwitz mußte seine langen Beine anziehen, immer höher, denn der Boden kam näher und näher. Ein Brett diente als Reitsitz und dessen hinteres Ende wischte jetzt durchs Gras, aber nur für eine Sekunde. Dann schoß der Vogel durch eine plötzliche Vergrößerung des Anstellwinkels noch einmal himmelwärts und fiel schließlich fast ohne Fahrt nahe einem Hohlweg ins Gras. Es krachte, aber nicht sehr laut. Wir alle rasten den Hang hinab. Ernst Freiherr von Lüttwitz entstieg den Trümmern, das Monokel im Auge, unverletzt. Er war gegen sechzig Meter weit geflogen in etwa zwölf Sekunden.
Damals haben wir gelacht und den Flug des Einfachstgleiters bald vergessen. Aus heutiger Sicht bewies Lüttwitz eigentlich in überzeugender Form, daß der Mensch schon im Altertum oder Mittelalter das gleiche hätte schaffen können: einen großen Vogel aus Holz, Papier - Segeltuch oder Seide - Sehnen oder dünnen Seilen, zusammengehalten von Nägeln aus Bronze oder Eisen. Es fehlte allein das Wissen. Wenn nur einer von jenen, die damals das Sehnen nach Flug verspürten, einen Gleiter mit starren Flügeln gebaut hätte, dann wäre er fähig gewesen, das Lachen der Zuschauer in begeisterten Beifall zu verwandeln. Ein Luftsprung von sechzig Schritten Länge hätte mehr als genügt, ihn als den ersten fliegenden Menschen in die Geschichte eingehen zu lassen. Leider war der mit den Flügeln schlagende Vogel allen jenen Unbekannten der Geschichte als das richtige Vorbild erschienen, und so blieb es beim unerfüllten Menschheitstraum bis zum Jahre 1852.

Fotos gibt es nicht aber einen Plan.





Sieh gut aus kann man bauen, und los.









20 Rippen und Herr Faller war sehr schnell!





















Dann weiter mit der erste Fläche.

Gruß
Thomas
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ThomasF
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MessagePosté le: 15/08/2020 11:01    Sujet du message: Répondre en citant

Erste Fläche





Mit Flächensteuerung ist unauffälliger als Querruder.





Mit Rumpf.









Gruß
Thomas
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sebastian92
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MessagePosté le: 15/08/2020 18:59    Sujet du message: Répondre en citant

Bonsoir, Thomas ne lâche rien [clap]
pas sur que l'aile en flèche améliore la stabilité du modèle à basse vitesse [humm] mais tel les pionniers il faut persévérer [good]



Pourvu que ça vole, roule, flotte… normalement j'ai tout bien fait pour !
Un bel avion est un avion qui vole bien ! Marcel Dassault
…………
Sebastian
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ThomasF
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MessagePosté le: 06/09/2020 17:11    Sujet du message: Répondre en citant

Bonjour Sebastian,

oui j'espère que vous pourrez diriger le planeur avec les gouvernes extérieures. Je pense que c'est tellement mieux pour le look qu'avec des rames normales flashy.

Hallo Sebastian,

ja ich hoffe man kann den Gleiter mit den Äußeren Steuerflächen lenken. Ich finde das so bessen für das Aussehen als mit auffälligen normale Rudern.

Die zweite Fläche ist soweit.











Gruß
Thomas
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ThomasF
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MessagePosté le: 13/09/2020 16:32    Sujet du message: Répondre en citant

Ich habe die ersten Seile verbaut









und die Steuerung.













Gruß
Thomas
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Olli
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MessagePosté le: 13/09/2020 17:59    Sujet du message: Répondre en citant

Na Thomas,

da sind aber wieder reichlich Spannschlösser drin Wink
Sieht schon alles super aus Very Happy Very Happy

Reicht es nachher aus das Gerät mit diesen kleinen Außenohren zu steuern [humm] [humm]
Oder steuert Herr Lüttwitz nachher auch noch mit den Beinen mit?

Gruß Olli



http://www.oliver-theede-oldtimersegler.de/
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ThomasF
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MessagePosté le: 14/09/2020 19:28    Sujet du message: Répondre en citant

Hallo Olli,

Spannschlösser sind über 30.

Die Außenohren hoffe ich sind nicht zu klein, immerhin 14x35 cm und außen.
Herr von Lüttwitz steuert nicht mit, das konnte nur Herr Peltzner, der hatte ja auch die Beine "frei".

Herr von Lüttwitz sitzt.





Die zweite Fläche ist fertig, jetzt noch die Leitwerke.

















Gruß
Thomas
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ThomasF
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Âge: 61 Taureau

MessagePosté le: 20/09/2020 17:00    Sujet du message: Répondre en citant

Fast fertig!













































Die Steuerseile für das Seiterruder, die Bespannung des Mittelstück uns der Schwerpunkt fehlen noch.

Gruß
Thomas
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Mad Doc
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MessagePosté le: 21/09/2020 13:11    Sujet du message: Répondre en citant

Tolles Projekt!!! Filigran! hast Du mal geschaut ob Du den Schwerpunkt gut hinbekommst? Hat ja keine lange Nase...
Liebe Grüsse, Christian
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ThomasF
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Âge: 61 Taureau

MessagePosté le: 21/09/2020 19:39    Sujet du message: Répondre en citant

Filigran! - hat lange keiner zu meinen Flieger gesagt, mehr so Rubust! Danke.

Ja, die Sache mit dem Schwerpunkt.
Ich war auf der Waage: der Flieger 2170g, der Pilot 450g, dann noch der Rest 150g.
Zusammen 2800g gibt 30-32 p/dm³ Flächenbelastung.

Ich denke der Herr von Lüttwitz kannte die Versuche der Gebrüder Wright von 1911 ( http://www.retroplane.net/forum/viewtopic.php?t=4322&postdays=0&postorder=asc&start=0 ), und auch eine Stange mit Ballast nach vorne geschoben!





Gruß
Thomas
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Mad Doc
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Localisation: Wuppertal, Deutschland
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MessagePosté le: 23/09/2020 21:37    Sujet du message: Répondre en citant

Nabend Thomas!
Das mit der Stange geht bestimmt... sonst braucht der gute noch Socken aus Blei...
Hast Du die Spannschlösser mit Schraubenkleber gesichert? Mir ist ja mal ein Modell runter gefallen, weil ich das nicht gemacht habe...

Liebe Grüße,
Christian
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